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Die wöchentliche Gabe von Paclitaxel ist im Vergleich zur Standardtherapie beim Ovarialkarzinom mit einem längeren progressionsfreien Überleben assoziiert. Gleiches gilt für den Zusatz des monoklonalen Antikörpers Bevacizumab. Was es bringt, wenn man beide Regimes kombiniert, prüfte eine US-amerikanische Studiengruppe.

In über 200 Kliniken in den USA, Kanada und Südkorea wurden 692 Patientinnen mit neu diagnostiziertem Ovarialkarzinom randomisiert. Sie erhielten über sechs Zyklen entweder eine dosisdichte Therapie mit wöchentlicher Gabe von Paclitaxel (80 mg/m2) oder eine Standardtherapie mit Paclitaxel (175 mg/m2) alle drei Wochen, jeweils in Kombination mit Carboplatin (AUC 6). 84% der Patientinnen beider Gruppen entschieden sich zusätzlich für eine Bevacizumab-Therapie (15 mg/kg alle drei Wochen). Insgesamt zeigte sich hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens kein signifikanter Vorteil für die dosisdichte Therapie gegenüber der Standard-Dosierung (14,7 versus 14,0 Monate). Das galt unabhängig von der Grösse des postoperativen Tumorrests und für die neoadjuvante ebenso wie für die postoperative Chemotherapie. Allerdings schienen Patientinnen, die kein Bevacizumab erhielten, von der dosisdichten Paclitaxel-Gabe zu profitieren: Bei ihnen verlängerte sich das progressionsfreie Überleben im Vergleich zur Standardtherapiegruppe um 3,9 Monate (14,2 versus 10,3 Monate). Unter der antiangiogenetischen Therapie liess sich dagegen ein derartiger Effekt nicht nachweisen. (red.)

Quelle: Chan JK, et al.: Weekly vs. every-3-week paclitaxel and carboplatin for ovarian cancer. N Engl J Med 2016; 374: 738-748.

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