Die Früherkennung des Prostatakarzinoms steht im Wandel unserer Zeit unter besonderer Beobachtung. Der PSA-Wert sollte heutzutage nicht mehr «schwarz-weiss» interpretiert werden. In der modernen Urologie können der PSA-Basiswert, die verbesserte Bildgebung mittels MRI und die Risikokalkulatoren dazu beitragen, die Sinnhaftigkeit der PCa-Diagnostik auch nach Diagnosestellung zu ermitteln.

So kann das bestmögliche Vorgehen mit möglichst wenig negativem Einfluss individuell anhand des persönlichen Risikoprofils definiert werden. Dabei stehen neben den etablierten Möglichkeiten wie der chirurgischen Entfernung oder der passagere, hormonentzugsbegleitete Einsatz der Bestrahlung in kurativer Absicht, je nach Risikokonstellation auch eine initiale aktive Überwachung oder eine zukunftsweisende Fokale Therapie zur Verfügung. Selbst im Falle eines Rezidivs oder einer Progredienz mit Metastasenbildung des PCa hat sich neben der standardisierten Testosteronentzugstherapie, welche gleichzeitig die fortwahrende Basis der Therapie darstellt, das Armamentarium der so genannten second beziehungsweise third line-Therapie durch Arbirateron, Enzalutamid, Doxotaxel, Alpharadin etc. deutlich erweitert. Dabei ist aktueller Gegenstand der Diskussion in der Anwendung dieser Medikamente im Rahmen einer personalisierten Medizin die bestmögliche Sequenz, das heisst die aussichtsreichste Abfolge dieser Medikamente, wie sie optimaler Weise zum Einsatz kommen soll. Heutzutage unentbehrlich erscheint dabei, die Entscheidungsfindung im Umgang mit dem PCa breit in Form eines interdisziplinaren Urologischen Tumorboards abzustützen. Nicht zu vergessen ist dabei, dass am Schluss der Patient anhand der bestmöglichen, Evidenz-basierten Empfehlungen letzten Endes selbst entscheidet, was er für sich persönlich für richtig hält.

Den kompletten Artikel von PD Dr. med. Alexander Müller finden Sie in der Printausgabe von OncoMag 1-17!

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