Kongressbericht: Update HER2-positives Mammakarzinom

Prof. Dr. med. Jens Huober, Brustzentrum des Universitätsklinikums Ulm (D), gab im Rahmen des klinischen Fortbildungskurses in St. Gallen einen Überblick über die Therapieoptionen bei HER2-positivem Brustkrebs. In verschiedenen kürzlich publizierten Studien ging es um Möglichkeiten der Therapie-Deeskalation – sowohl in frühen Stadien als auch in der metastasierten Situation.

Bei Patientinnen mit einem frühen, HER2-positiven Mammakarzinom (Stadium II-III) ist heutzutage die neoadjuvante systemische Behandlung mit Chemotherapie und dualer Anti-HER2-Blockade die bevorzugte Therapieoption. In den drei Studien NeoALTTO, NeoSphere und Geparsepto wurden damit Raten von pathologisch komplettem Ansprechen (pCR) zwischen 42% und 69% erreicht. Wie wichtig das Erreichen eines pCR für die Prognose ist, zeigte sich in der Sechs-Jahres-Analyse der NeoALTTO-Studie. In dieser dreiarmigen Studie erhielten die Patientinnen neoadjuvant Lapatinib (LAP, Tyverb®) + Paclitaxel (PAC) (n=154), Trastuzumab (TRAS, Herceptin®) + PAC (n = 149) oder LAP + TRAS + PAC. In der Gruppe mit der dualen Anti-HER2-Blockade waren sowohl das ereignisfreie Überleben (EFS) als auch das Gesamtüberleben (OS) höher als in den Gruppen mit einfacher Anti-HER2-Blockade. Patientinnen mit einem pCR hatte ein signifikant höheres EFS (77%) und OS (89%) im Vergleich zu Patientinnen ohne pCR (EFS 65%, OS 77%). Dies konnte sowohl bei den Hormon-Rezeptor(HR)-positiven als auch den HR-negativen Patientinnen beobachtet werden.

Den gesamten Artikel finden Sie in der Printausgabe von OncoMag 2/2020 (Seite 47), die Bibliografie zum Text hier.

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