Chefarzt Prof. Alexander Navarini in seiner Online-Sprechstunde am Universitätsspital Basel

Dermatologen behandeln ihre Patienten vermehrt über das Internet

Aktuell stellt das Corona-Virus unser Gesundheitssystem vor wachsende Herausforderungen. Viele Menschen suchen die Notfall-Ambulanzen der Spitäler auf, auch die Routine-Versorgung wird durch die aktuelle Situation auf die Probe gestellt. Ein Startup ermöglicht Ärzten Online-Sprechstunden, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

Viele Arztpraxen und Kliniken wie das Universitätsklinikum Hamburg und das Universitätsspital Basel setzen zunehmend auf speziell eingerichtete Online-Sprechstunden, um ihre Ärzte zu entlasten und die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus zu reduzieren.

«In den letzten Wochen suchen Patienten vermehrt unsere Online-Sprechstunde auf», so Prof. Kristian Reich, Professor für Dermatologie am Universitätsklinikum Hamburg. Insbesondere Patienten mit Krankheitssymptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden werden gebeten, das Online-Angebot zu nutzen. Auch ältere Menschen und chronisch Kranke nehmen dieses Angebot gerne an, um sich selbst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Virus zu schützen. «Wir interpretieren dieses verstärkte Interesse als Reaktion unserer Patienten, vermehrt in der Sicherheit des Eigenheims ihre Gesundheits-Fragen beantworten zu wollen. Ich gehe davon aus, dass nach der Pandemie digitale Gesundheitsangebote sich noch weit grösserer Beliebtheit erfreuen werden als vorher», so Prof. Alexander Navarini, Chefarzt der Dermatologie am Universitätsspital Basel.

Hautärzte in ganz Deutschland, der Schweiz und Spanien verwenden zunehmend die neue Technologie des Zürcher Startups Derma2go AG (www.derma2go.com), um ihre Sprechstunden zu entlasten und Patienten die Zeit im Wartezimmer zu ersparen. Patienten haben die Möglichkeit, ein Foto ihrer Hautbeschwerden online einzureichen und erhalten werktags innerhalb von 24 Stunden eine Antwort vom Spezialisten. So könne bei vier von fünf Patienten über das Internet eine Diagnose gestellt und eine Behandlung empfohlen werden, ohne dass eine persönliche Vorstellung notwendig wird.

Dermatologe und Gründer des Unternehmens Dr. Christian Greis beobachtet steigende Nutzerzahlen insbesondere in den letzten zwei bis drei Wochen. «Im Vergleich zum Vormonat verzeichnen wir doppelt so viele Patientenanfragen auf unserer Plattform, dies führen wir insbesondere auf die aktuelle Situation mit dem Coronavirus zurück.» Weitere Ärzte und Klinken haben angekündigt, in den nächsten Tagen die Online-Sprechstunde aufschalten.

Quelle | Medienmitteilung

 

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