Pfizer Forschungspreis 2020

Die Stiftung Pfizer Forschungspreis verlieh dieses Jahr zum 29. Mal ihre Auszeichnung. Der Preis über insgesamt CHF 150 000 ging an 19 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Mit der diesjährigen Preisverleihung ehrte die Stiftung Pfizer Forschungspreis Forscherinnen und Forscher aus zehn Nationen. Sie gehören zu bislang insgesamt 369 Ausgezeichneten. Die Stiftung förderte die medizinische Forschung in der Schweiz bislang mit einer Preissumme von über 6,2 Millionen Schweizer Franken.

Schweizer Forschung

In den einleitenden Worten zur Preisverleihung wies Dr. Peter E. Burckhardt, Präsident BioValley Business Angels Club BioBAC, darauf hin, dass die Forschung im Bereich der Biowissenschaften in Zukunft weltweit noch digitaler werden wird. Er betonte, dass regionales Konkurrenzdenken kaum mehr am Platz sei und allgemein global gedacht werden soll. Nicht der Gegensatz zwischen Basel und Zürich sei nennenswert oder zwischen Schwamendingen und Schlieren, sondern die globale Vernetzung und Anerkennung von Forschenden. Die Schweizer Forscherinnen und Forscher sollten nicht vor dem Ruf oder den Errungenschaften des Auslands zurückschrecken, im Gegenteil, sie sollen beherzt mitforschen und in grösseren Dimensionen denken, die Schweiz habe Potential. Er freute sich deshalb über die wissenschaftlichen Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger, anerkannte aber auch die nicht-prämierten Leistungen und motivierte alle Teilnehmenden, über ihre Grenzen hinaus zu gehen.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Prämiert wurden Arbeiten aus fünf verschiedenen medizinischen Forschungsgebieten. Im Bereich Pädiatrie wurden die Arbeiten von Lukas Villiger zur Erforschung einer genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung am Mausmodell und von Dr. Johann N. Siebert und Dr. Frédéric Ehrler zur Verminderung von Medikationsfehlern bei Kindern in Notfallsituationen gewürdigt. Dr. Julie Refadt erhielt den Pfizer Forschungspreis im Bereich der Inneren Medizin für einen vielversprechenden Diagnose-Ansatz mit Copeptin bei Diabetes Insipidus. In der Onkologie wurden Dr. Arianna Calcinotto für die Erforschung des Immunsystems bei Prostatakrebs und Fiamma Berner, Dr. David Bomze und Prof. Lukas Flatz für ihre Untersuchungen der autoimmunen Nebenwirkungen bei Checkpoint-Inhibitoren gewürdigt. Im Bereich Infektiologie, Rheumatologie und Immunologie erhielten Prof. Roger Kouyos und Prof. Claus Kadelka sowie Dr. Ivan Jelčić und Dr. Faiez Al Nimer den Forschungspreis für ihre Arbeiten zum Aufspüren von HIV-Stämmen und die Rolle von B-Gedächtniszellen in der Aktivierung von T-Zellen bei Multipler Sklerose. Die drei Forschergruppen Dr. Ilaria Vitali und Dr. Sabine Fièvre, Dr. Daniele Latorre und Prof. Ulf Kallweit und Dr. Fabien B. Wagner, Dr. Jean-Baptiste Mignardot und Dr. Camille Le Goff-Mignardot wurden für ihre neuen Erkenntnisse in Bezug auf die Hirnentwicklung, Narkolepsie und die elektrische Rückenmarkstimulation prämiert. (jr)

Quelle | Pfizer Forschungspreis, 6. Februar 2020, Zürich (www.pfizerforschungspreis.ch)

 

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