Blasenkarzinom: Roboter-assistierte Zystektomie mit Bildung einer orthopen Ersatzblase

Beim muskelinvasiven Urothelkarzinom ist die radikale Zystektomie mit Lymphadenektomie die operative Therapie der Wahl. Seit wenigen Jahren wird zur Harnableitung die Bildung einer orthotopen Ersatzblase auch roboter-assistiert durchgeführt – ein anspruchsvoller Eingriff. 

Das Urothelkarzinom der Harnblase ist in der Schweiz bei Männern die zweithäufigste urologische Krebserkrankung mit jährlich 1180 Neuerkrankungen und 550 Todesfällen. Gut 25% der Urothelkarzinome sind bei Diagnosestellung bereits in einem muskelinvasiven Stadium. Beim muskelinvasiven Urothelkarzinom sowie beim Urothelkarzinom mit hohem Risiko für einen Krankheitsprogress ist die radikale Zystektomie mit Lymphadenektomie die operative Therapie der Wahl. Zur Harnableitung, die nach Entfernen der Harnblase sichergestellt werden muss, gibt es verschiedene Techniken. Mit der vermehrten Akzeptanz und Verbreitung der roboter-assistierten Zystektomie wird auch die anschliessende Rekonstruktion des Ileum conduits oder der orthotopen Ersatzblase zunehmend mit dem Operationsroboter durchgeführt. Wichtig ist dabei auch der Aspekt, dass die meisten Komplikationen nach radikaler Zystektomie aufgrund der Harnableitung entstehen und die intrakorporale Harnableitung eine signifikant tiefere Komplikationsrate hat.

Artikel von med. pract. Fabian Obrecht et al., Klinik für Urologie, Kantonsspital Winterthur

Den gesamten Artikel finden Sie in der Printausgabe von OncoMag 4/2019 (Seite 34), die Bibliografie zum Text hier.

 

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