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Krebsprävention mit Aroniabeeren?

Aroniabeeren gelten als «Superfood» und werden vom Handel als Nahrungsmittel angepriesen, das vor Krebs schützen kann. Ist da was dran? Der deutsche Krebsinformationsdienst hat zur Aroniabeere recherchiert und die Ergebnisse publiziert.

Die schwarzen Aroniabeeren (Aronia melanocarpa) werden in Mitteleuropa im August und September reif. Sie gelten als «Superfood» und werden oft als Nahrungsmittel angepriesen, das vor Krebs schützen kann. Doch kann man das glauben? Wie schneiden Aroniabeeren punkto Inhaltsstoffe im Vergleich zu anderen Beeren und Gemüsen ab?

Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (KID) hat die Studienlage bezüglich Aroniabeeren analysiert. In experimentellen Untersuchungen – an Zelllinien oder in Tierversuchen – zeigten sich antioxidative, antimikrobielle, Immunsystem-stimulierende und leberschützende Eigenschaften von Aroniabeeren-Extrakten. Klinische Studien, in denen die Einnahme von Aroniabeeren-Saft oder -Supplementen untersucht wurden, konnten zeigen, dass die Beeren die Fettstoffwechselwerte günstig beeinflussen. Bezüglich Krebsprävention gibt es bisher nur Daten aus der Präklinik: Isolierte Polyphenole aus Aroniabeeren zeigten an humanen Leberkrebszellenlinie antioxidative und antiproliferative Wirkung. Auch in Studien mit Darm-, Brust-, Leukämie- und Zervixkrebszelllinien hemmten Aroniabeeren-Extrakte das Zellwachstum. Klinische Studien stehen allerdings noch aus.

Mehr Informationen unter www.krebsinformationsdienst.de.

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