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Die Überlebenskurven von Patienten mit einer CML werden immer besser. Vor 30 Jahren waren durchschnittlich nur 11 % aller Patienten zehn Jahre nach der Diagnose noch am Leben, heute sind es 83%. Das bedeutet: Die meisten Patienten haben eine fast normale Lebenserwartung. Deshalb haben sich auch die Therapieziele geändert. Heute möchte man dem Patienten nicht nur ein möglichst langes Überleben ohne Krankheitsprogression ermöglichen, sondern auch eine gute Lebensqualität ohne Toxizitäten und allenfalls das Erreichen der Voraussetzung für eine therapiefreie Remission.

Verschiedene Studien zeigen, dass die Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der zweiten Generation (Nilotinib), Dasatinib, Bosutinib und Ponatinib beim Erreichen der molekularen Remission besser abschneiden als Imatinib. Doch das Gesamtüberleben ist mit neueren TKI nicht besser. «Deshalb ist es nicht falsch, die Thera- pie mit Imatinib zu beginnen», sagte Dr. Hess. Bei der Auswahl müssen unter anderem die unterschiedlichen, dosisabhängigen Toxizitäten und die Komorbiditäten beachtet werden.

Den gesamten Kongressbericht der diesjährigen Ärzte-Fortbildung in Klinischer Onkologie in St. Gallen zum Thema CML finden Sie in der Printausgabe von OncoMag 2/2019 (Seite 42), die Bibliografie zum Text hier.

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