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Patienten mit Multiplem Myelom haben oft kardiovaskuläre Komorbiditäten. Wie sollen diese behandelt werden und was gilt es bei der Therapie des Multiplen Myeloms in Bezug auf Herzkrankheiten zu beachten?

In einem Übersichtsartikel diskutieren die Autoren die kardialen Komplikationen, die bei Patienten mit MM häufig auftreten, und wie diese verhindert und behandelt werden können.

Patienten mit Multiplem Myelom (MM) sind oft älter; Schätzungen zufolge liegt das Durchschnittsalter bei der Diagnose bei rund 70 Jahren. Folglich haben viele dieser Patienten kardiovaskuläre Risikofaktoren oder Begleiterkrankungen. Darüber hinaus kann die Krankheit selbst direkte und indirekte nachteilige Auswirkungen auf die Herzfunktion haben. So kann ein MM Kardiomyopathie und Herzversagen auslösen, die durch Herzamyloidose und/oder Anämie verursacht werden.

Auch einige der MM-Therapeutika können die kardiovaskuläre Gesundheit beeinflussen. Die Einführung von Immunomodulatoren, Proteasom-Inhibitoren, Histon-Deacetylase-Inhibitoren und monoklonalen Antikörpern hat das progressionsfreie Überleben und die Lebenserwartung bei Patienten mit MM zwar dramatisch verbessert, doch lösen die neue Wirkstoffklassen auch Nebenwirkungen aus, die zuvor nicht beobachtet wurden, einschliesslich kardiovaskulärer Ereignisse. Mit sorgfältiger Risikobewertung, Überwachung und prophylaktischer Therapie können viele dieser kardiovaskulären Komplikationen jedoch erfolgreich verhindert oder behandelt werden.

Die meisten routinemässigen kardiovaskulären Kontrollen werden vom behandelnden Hämatoonkologen durchgeführt, aber ein multidisziplinärer Ansatz, an dem Kardiologen beteiligt sind, kann dazu beitragen, die Patientenergebnisse zu optimieren.

Quelle | Plummer C, Driessen C, Szabo Z, Mateos M: Management of cardiovascular risk in patients with multiple myeloma. Blood Cancer Journal 2019; 9: 26. https://doi.org/10.1038/s41408-019-0183-y.

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