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Das Mammakarzinom des Mannes ist eine wenig erforschte Krankheitsentität. Aber man kann Erkenntnisse, die mit Brustkrebs-Patientinnen gewonnen wurden, durchaus auf die männliche Population extrapolieren. Es bestehen allerdings auch spezifische Unterschiede zwischen betroffenen Männern und Frauen.

Der grösste Unterschied zwischen Brustkrebs bei Frauen und bei Männern besteht im generellen Erkrankungsrisiko, das bei Männern bei unter 1%, bei Frauen bei 12% liegt (Lebenszeitrisiko 1:1000 versus 1:8). Brustkrebs bei Männern ist ein «Alterskrebs». Männer erkranken im Schnitt fünf Jahre später als Frauen (67 versus 62 Jahre).

Haben Männer einen erstgradigen Angehörigen mit Brustkrebs, verdoppelt sich ihr Erkrankungsrisiko. Der wichtigste Risikofaktor allerdings ist die BRCA-Mutation. 5-10% aller Frauen mit Mammakarzinom sind BRCA1- oder BRCA2-positiv, bei Männern sind es 0-4% bzw. 4-16%. Daraus leitet sich auch die Empfehlung des NCCN ab: Männer mit BRCA-Mutationen sollten in der Brust-Selbstuntersuchung geschult werden und ab einem Alter von 35 Jahren jährlich zur Mammauntersuchung zum Arzt gehen. Zusätzlich sollte bei BRCA1-Mutation ab 45 Jahren ein Prostatakarzinom-Screening erwogen und bei BRCA2-Mutation empfohlen werden. ...

Das gesamte Abstract finden Sie hier. (PDF zum Download)

Quelle: Giordano SH: Breast cancer in men. N Engl J Med 2018; 378: 2311-2320.

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