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Tox Info Suisse führte 2018 mit 41'151 rund 800 Beratungen zu Vergiftungen mehr durch als im Vorjahr. Die telefonische Notfallberatung unter der Nummer 145, auch via Tox Info App, steht Laien und Fachpersonen rund um die Uhr zur Verfügung. Die ersten Analysen der Beratungstätigkeit werden hier vorgestellt. Eine besondere Zunahme zeigten Anfragen zu Tiervergiftungen und Beratungen für Tierärzte.

Mit 41'151 Anrufen wurde die Giftberatung gegenüber dem Vorjahr 2.1% häufiger in Anspruch genommen, was dem Trend der letzen Jahre entspricht (Abb.). 93% der Anfragen erfolgten aufgrund eines Giftkontaktes, während 7% vorsorglicher Natur waren. In zwei Dritteln der Fälle wurden die Betroffenen oder ihre Angehörigen direkt beraten. In den übrigen Fällen fragten Fachpersonen oder Institutionen und Organisationen nach speziellen Informationen zu Risikoabschätzung und Massnahmen bei akuten Intoxikationen. Von den Vergiftungen waren vor allem Kinder betroffen (55%), davon 85% im Vorschulalter. Intoxikationen mit Medikamenten, Haushaltprodukten und Pflanzen machten 70% aller Vergiftungsfälle aus (Tab.). Bei Kindern handelt es sich dabei typischerweise um Unfälle, bei den Erwachsenen stehen die beabsichtigten Selbstvergiftungen im Vordergrund, vor allem Selbstmordversuche (65%) und der Substanzmissbrauch (15%).

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In den letzten Jahren kam es zu einer laufenden Zunahme der Beratungen zu Tiervergiftungen (2180). Betroffen waren vor allem Hunde (1630 mal) und Katzen (409 mal), aber auch Pferde und Ponies (60), Hasen und Kaninchen (35), Schafe oder Ziegen (15); andere Tierarten waren seltener. In etwas mehr als der Hälfte der Fälle fragten die Tierhalter um Rat, in den übigen Fällen wurden Tierärztinnen und ‐ärzte beraten. Die Zahlen zeigen, dass Hunde besonders gefährdet sind, da sie dazu neigen, alles zu verschlingen, was sie finden.

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Zum Verlauf und zum Schweregrad der Vergiftungen gibt der Jahresbericht von Tox Info Suisse Auskunft, der im August 2019 erscheinen wird.
Diese und weitere Neuigkeiten zu aktuellen Themen rund um Gifte und Vergiftungen erhalten Sie durch unsere Tox Info App für iPhone/iPad oder Android. Zusätzliche Informationen zu Giften und Vergiftungen sind auf der Website von Tox Info Suisse zu finden (www.toxinfo.ch).

Weitere Auskünfte:

Dr.med. Hugo Kupferschmidt, Direktor
Stiftung Tox Info Suisse
Freiestrasse 16, CH‐8032 Zürich
Tel. +41‐44‐251 6666
Fax +41‐44‐252 8833

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(Quelle: Pressemitteilung)

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