Am MSD Forschungs- und Entwicklungszentrum in Schachen, Kanton Luzern, werden im neu eröffneten forensischen Labor Verdachtsfälle von Medikamentenfälschungen untersucht. © MSD Merck Sharp & Dohme AG

Die weltweite Zunahme von Medikamentenfälschungen stellt eine ernste Gefahr für die Gesundheit von Patienten dar. Das biopharmazeutische Unternehmen MSD, welches selber vermehrt mit Betrugsfällen konfrontiert ist, nimmt deshalb an seinem Forschungs- und Entwicklungsstandort im schweizerischen Schachen eines von weltweit drei firmeneigenen forensischen Labors in Betrieb.

Gemäss veröffentlichten Zahlen des Pharmaceutical Security Institute nahmen pharmazeutische Kriminalfälle in der Zeit von 2012 bis 2016 weltweit um 56% zu. Das Spektrum der Fälschungen reicht von Arzneimitteln ohne Wirkstoffe bis hin zu solchen mit gefährlichen Verunreinigungen. Dabei kann es sich um Kopien von Originalpräparaten, Generika oder frei verkäuflichen Medikamenten handeln. Der Anstieg illegaler Medikamentenimporte betrifft auch die Schweiz. 2017 hat die Eidgenössische Zollverwaltung 1060 Sendungen mit illegal importierten Medikamenten sichergestellt.

Zur Aufklärung von Manipulationen und Fälschungen an firmeneigenen Produkten eröffnet MSD am Standort im luzernischen Schachen eines von weltweit drei forensischen Labors des Unternehmens. Der Schweizer Standort ist dabei für die Regionen Europa, Mittlerer Osten und Afrika zuständig. In Schachen arbeiten wissenschaftliche Mitarbeiterinnen mithilfe analytischer Methoden und hochspezialisierten Instrumenten daran, Fälschungen von Originalprodukten zu unterscheiden und die Resultate gegebenenfalls vor Gericht zu vertreten, um entsprechende Strafverfolgungen als Experten zu unterstützen. Zusätzlich beschäftigen sich die Spezialisten des forensischen Labors mit der Optimierung des Fälschungsschutzes der MSD-Produkte.

Quelle: Medienmitteilung MSD

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